Medikamente bei MB, Schwangerschaft und die Feldenkrais-Methode

Ein spannender und entspannender Auftakt des FrauenNetzWerks des LV Sachsen in Leipzig:

Was gibt es Schöneres, als die Teilnehmerinnen unseres Frauenseminars des FrauenNetzWerkes des LV Sachsen selbst ihr lobendes Resümee sprechen zu lassen: „Die Auftaktveranstaltung unseres Frauennetzwerkes betrachte ich schon mal als gut gelungen. Umfangreiche Vorbereitungen, interessante Themen, insbesondere die Vorstellung der Vielen noch unbekannten Feldenkrais-Methode durch Angela Pfau, viel Zeit für einen regen Gedankenaustausch der Betroffenen und nicht zuletzt die mit viel Liebe und Aufwand zur Verfügung gestellte leckere Verpflegung  gestalteten diesen Tag zu einem schönen Erlebnis. Außerdem konnte man in diesem Seminar viel Wissenswertes erfahren.“

Das am 2. November 2013 im Rheumazentrum in Leipzig stattgefundene Tagesseminar beschäftigte sich mit Themen, die Frauen jeglichen Alters zur Teilnahme verlocken sollte. Wir konnten aufgrund der für diese Altersgruppe besonders relevanten Thematik „Schwangerschaft“ unter den 15 Interessierten ungewöhnlich viele junge Menschen entdecken. Aufgrund vermehrter Nachfrage im Vorfeld des Seminars beschlossen wir, auch den jeweiligen Partner der betroffenen Frau zum Vortrag von dem Internisten PD Dr. Teich einzuladen, da eine Schwangerschaft stets eine Angelegenheit beider Geschlechter ist und sich Paare selbstverständlich gemeinschaftlich für ein Kind in ihrem Leben entscheiden. Diese ungewöhnliche „Öffnung“ der Frauenveranstaltung wurde von allen wohlwollend angenommen.

Nachdem Herr Dr. PD Teich sehr informativ über die „Medikamentöse Therapie bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen in der Schwangerschaft“ berichtet hatte und die zahlreichen Fragen der Anwesenden ausführlich beantwortete, genehmigten wir uns eine ausgiebige Mittagspause bei einem liebevoll gefüllten Buffet: jeder brachte eine feine Leckerei mit, sodass wir – statt der sonst üblichen belegten Wurstbrötchen – gesunde und vor allem für MB besonders verträgliche Lebensmittel genießen konnten. Das stärkefrei gebackene Mandelbrot war nur einer der Höhepunkte der Tafel.

So bot das Frauenseminar genügend Raum für den persönlichen Austausch und wir diskutierten angeregt die neuen Erkenntnisse bezüglich der TNF-Alpha-Blocker-Therapie in der Schwangerschaft. Eine Teilnehmerin schrieb in ihrem Feedback: „Ich fand es aber ganz wichtig, dass Dr. Teich Mut zur Schwangerschaft macht. Viele Rheumatologen sehen das Problem nämlich ganz anders und raten sogar Männern ab, nach Behandlung mit verschiedenen Rheuma-Mitteln an die Erfüllung eines Kinderwunsches zu denken...“.

Gestärkt gingen wir zum zweiten Teil des Frauenseminars über und lernten durch die Therapeutin Angela Pfau die Feldenkrais-Methode kennen, mit deren Hilfe viele gesundheitliche Beeinträchtigungen durch das Erkennen und nachhaltige Verändern von unbewussten Bewegungsmustern geheilt oder gelindert werden können. Gerade durch Schmerzen bei chronischen Erkrankungen wie Morbus Bechterew verfällt unser Körper in schädliche Haltungsgewohnheiten, die zu Verspannungen und damit zu zusätzlichen Schmerzen führen können. Diesen Teufelskreis kennt wohl jede von uns. Die Teilnehmerinnen erhielten erste Anregungen für ihren Alltag (z.B. für ein bewusstes und damit schmerzfreieres Sitzen). Eine Teilnehmerin schlussfolgerte begeistert für sich: „Auch die ‚Schnupperstunde‘ Einführung in die Feldenkrais-Methode war sehr lohnenswert. Grob gesagt geht es darum, durch Wahrnehmung der Tiefensensibilität bewusst bzw. unbewusst Bewegungsabläufe und Haltung zu verändern. Ich halte dies für einen guten Ansatz, da sich durch unsere dauerhaften bzw. wiederkehrenden Schmerzen Schonhaltungen usw. einschleichen, und überlege daher, mal eine Einzelstunde bei einem Therapeuten zu buchen“.

Es wäre wünschenswert, wenn ähnliche Veranstaltungen realisiert werden können, da die Resonanz bei den Frauen durchweg positiv war: „Auch die Atmosphäre beim Treffen fand ich gut, so fast familiär. Also bitte weiter so“ oder  „Ich habe viele nette Frauen kennengelernt, die recht entspannt mit der Erkrankung umgehen, was mir auch bisschen die Zukunftsangst genommen hat. Es war ein richtiger Wohlfühltag, der durch die unkomplizierte nette Organisation abgerundet wurde. Nochmals ein herzliches Dankeschön!“

Auch wir bedanken uns für die tatkräftige Hilfe der Teilnehmerinnen, die uns nicht nur durch Beigaben zum Buffet unterstützten, sondern wie selbstverständlich beim Aufräumen halfen. Es war wunderbar, einen Einblick in das Leben mit MB einer jeden von uns zu erhalten und vor allem, Ideen und Wünsche in Bezug auf zukünftige Veranstaltungen der DVMB e.V. zu sammeln.

Kathleen Rahn und Leonore Huber, Gruppe Leipzig

Frau Pfau hat auf ihrer Website weiterführende Literaturtipps und Gedanken zu den Möglichkeiten mit der Feldenkrais-Methode bei unserer Erkrankung eingestellt, ein Besuch lohnt sich:

www.bewegung-zum-selbst.de/fuer-die-teilnehmerinnen-der-einfuehrung-in-die-feldenkrais-methode/

feldenkrais-leipzig.de/morbus-bechterew-und-die-moeglichkeiten-mit-der-feldenkrais-methode/

Vielen Dank an Frau Pfau auch auf diesem Wege!