Tagesseminar am 05.11.16 in Dresden – mit Herz und Köstlichkeiten

Veranstaltung vom Frauennetzwerk des Sächsischen Landesverbandes

Als Verfasser eines Veranstaltungsberichtes überlegt man erst einmal, wie man die richtigen Worte findet, um die Eindrücke und Erfahrungen aller Teilnehmer möglichst treffend zu schildern. Zwei Worte sind mir dabei aber sofort in den Sinn gekommen: Gastfreundschaft und Herzlichkeit.

Auch richtet man Dankesworte üblicherweise erst am Ende eines Reports an entsprechende Empfänger, aber hier möchte ich ausnahmsweise damit beginnen. Ein besonderer Dank gilt der Firma WKS Technik GmbH, dem Arbeitgeber unseres Dresdner Mitgliedes, Andrea Eberhardt, die von ihrer Geschäftsleitung nicht nur die Räumlichkeiten für unser Treffen zur Verfügung gestellt bekam, sondern die Firma sponserte auch noch einen großen Teil der Versorgung.

Mit 17 Teilnehmerinnen, zwischen 30 und 65 Jahren jung, war die Veranstaltung fast ausgebucht und Frauen aus dem gesamten Landesgebiet Sachsen waren angereist, sowie die Frauenansprechpartnerin vom benachbarten LV Thüringen. Pünktlich 10 Uhr starteten wir bei liebevoll und reichhaltig gedeckten Tischen unsere Vorstellungsrunde. Diese stellte eine echte Überraschung dar und war somit das erste Highlight des Tages. Jana Schmalisch, eine weitere, der drei Dresdner Gastgeberinnen, skizzierte in Bildern und parallel während der Vorstellung (z.B. Name, Alter, DVMB-Gruppe, Familie oder aktuelle Lebenssituation, Beginn der Erkrankung, angewendete Therapien, Wünsche für die Zukunft und Erwartungen an diesen Seminar-Tag), farbenfroh und äußerst künstlerisch begabt, jeden einzelnen Beitrag der Teilnehmerinnen auf einem A4-Blatt. Alle dabei entstandenen Bilder wurden im Anschluss an einer großen Glasfront aufgehängt, sodass man über den ganzen Tag immer wieder die kleinen Kunstwerke ansehen und sich die Informationen zu den Frauen in der Runde in Erinnerung holen konnte. Außerdem dienten sie ebenso gut als Anregung für die Pausengespräche untereinander. Was für eine tolle Idee und was für eine künstlerische Umsetzung!

Eine gute Stunde später referierte die Dresdner Heilpraktikerin, Gabriele Richter, zum Thema Morbus Bechterew und gab Tipps für eine naturheilkundliche Behandlungsbegleitung. Man sah das große Interesse von Frau Richter an unseren Lebensläufen und dem individuellen Stadium oder Umgang mit unserer Erkrankung. Sie nahm von Beginn an teil und wollte auch unsere Vorstellungsrunde nicht versäumen, um sich in die Gruppe einfühlen zu können. Ihr Vortrag war für uns alle sehr erfrischend und sorgte immer wieder für Fröhlichkeit in der Runde. Wir konnten ihre berufliche Erfahrung als Heilpraktikerin spüren und viele von uns haben wertvolle Dinge über das menschliche Naturell und die unterschiedlichen Typen erfahren können. So konnte man herausfinden, ob man eher ein Ernährungsnaturell, ein Bewegungsnaturell oder ein Empfindungsnaturell ist. Daraus können sich dann, je nach Typ, Hinweise und Ratschläge in Bezug auf Ernährung oder Lebensweise ableiten lassen.

Und nachdem wir so viel über gesunde Ernährung erfahren haben, setzten wir einiges davon gleich in die Praxis um. Ein reichhaltiges, Mittagsbuffet mit leckeren Suppen und mehr wurde uns angeboten und sorgte für eine gute Aufladung unseres Energiehaushaltes. Das brauchten wir dann auch, denn nun ging der Tag auch schon mit einem weiteren tollen Programmpunkt weiter. Ab 14 Uhr begrüßten wir in der bisher durchweg weiblichen Runde einen männlichen Vertreter. Herr Markus Rimmele, ein Dresdner Yogalehrer und -therapeut, eröffnete uns einen Einblick in die Vielfalt des Yogas. Bevor wir in den praktischen Übungsteil gingen, erläuterte er kurz die unterschiedlichen Stile und den Ursprung des Yogas. Wir wurden von ihm gefragt, was wir unter Yoga verstehen würden und relativ einhellig kam die Antwort, dass es dabei um die Einheit von Körper, Geist und Seele in Verbindung mit Bewegung und Meditation geht. Ganz im Sinne dieser Aussage begannen wir mit äußerst angenehmen und entspannenden Yogaübungen. Auch wenn bei der einen oder anderen Teilnehmerin die Bewegungseinschränkungen durch den Bechterew nicht unerheblich waren, konnten auch sie die Wirkung und Entspannung trotzdem gut spüren.

Nachdem wir im hauseigenen Sportsaal des Firmenkomplexes die 45 Minuten mit Herrn Rimmele genossen hatten, stürzten wir uns in das Experiment der Smoothie-Zubereitung, dem letzten großen Programmteil des Tages. Unsere dritte Dresdner Gastgeberin, Katrin Postelt, erklärte kurz die bereit gestellten Mixer und allerlei Rezeptvorschläge lagen in einer Küche schon für uns bereit, um das selbst mitgebrachte Obst und Gemüse zu verarbeiten. Hier konnten wir uns noch einmal kreativ so richtig gehen lassen und es entstanden die wildesten Gemüse-Obst-Kompositionen. Ich persönlich wusste vorher nicht, dass man sogar frischen Spinat oder Salat mit leckeren Äpfeln von der Streuobstwiese kombinieren kann. Mein Fazit ist aber, dass ich meinen alten Mixer wieder entstaube und mit einem neuen Blick meinen Obst- und Gemüsevorrat betrachte.

Zum Schluss fanden wir uns alle gemeinsam im Seminarraum wieder zusammen, um den Tag ausklingen zu lassen. Leonore Huber, unsere Ansprechpartnerin für das Frauennetzwerk in Sachsen, die diesen Tag federführend initiierte, gab noch einen kurzen Ausblick auf die nächste Veranstaltung im Jahr 2017. Zum Abschluss zogen wir einstimmig eine positive Bilanz für die vergangenen Stunden und voller frischer Vitamine und Energie beendeten wir gegen 17 Uhr einen wunderschönen Tag in Dresden, der von Gastfreundschaft, Großzügigkeit und Herzlichkeit geprägt war.

Als Berlinerin, die nun in der Wahlheimat Sachsen lebt, kann ich persönlich nur sagen: „Icke komm jerne wieda nach Dresden! Danke für allet!“
Franca T., Gruppe Naunhof



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