Ernährung, Bewegung, Erfahrungsaustausch

Tagesseminar am 25.11.2017 in Leipzig

Das Programm:
1) Kochen unter dem Motto „Gesunde Ernährung bei MB – saisonal, preiswert und gut“
2) Stadtführung mit Besuch des Kaffeemuseums im „Zum Arabischen Coffee Baum“

Bei unseren bisherigen Seminaren haben wir es uns zur Angewohnheit gemacht, bei der Verpflegung im Wesentlichen auf eine ausgewogene fleisch-, wurst- u. zuckerarme und obendrein saisonale Ernährung (Verwendung von einheimischem Obst und Gemüse) zu achten. Naschen ist natürlich erlaubt, interessiert werden z. B. weizenfreie Kuchen probiert. Rezepte werden weitergereicht. Mir macht die Organisation immer wieder Spaß, weil es schön ist, wie schnell die Frauen untereinander ins Gespräch kommen und auch die gemeinsame Bewegung schätzen.
Leonore Huber

Schnippeln, schnacken, schmausen: Das Frauenseminar "Gesunde Ernährung bei MB – saisonal, preiswert und gut“ war vor allem eines: lecker! Wir Bechtis hatten viel Freude daran, mit 8 Schüler_innen der Medizinischen Berufsfachschule (Universitätsklinik Leipzig) in einer hervorragend ausgestatteten Küche kochen zu dürfen. Unerschrocken wagten wir uns gemeinsam an die von den Ernährungsexpert_innen vorbereiteten Rezepte und schwangen munter die Kochlöffel in Dreierteams. Meine nicht wirklich ernst gemeinte Enttäuschung, keine modische Kochmütze für mein Haupt zu erhalten, war schnell verflogen, denn ich bekam etwas Anderes: eine Menge Spaß beim Gemüseputzen ohne Blutvergießen und spannende Gespräche über gesunde Ernährung bei Rheuma! Auch die Zukunftspläne der Starköch_innen ließen sich sehen und so wird mensch sich eventuell in diversen Rehaeinrichungen wiedersehen. Bei all dem Geplauder wollte unser Reis dann doch kein Risotto werden, sondern lieber Matsch, aber das nahm dem Reis (uns uns) niemand übel. Viel öfter war hingegen nach Eröffnung des köstlich anzusehenden Buffets ein wohliges „Hmmm“, „wie lecker“ und „wer hat das gekocht“ zu hören.

   Das Menü:
   Bunter Linsensalat
   Thaigemüse mit Kokossauce
   Hokkaidokürbis-Suppe
   Fisch-Gemüsespieße
   „Tante Marias Apfelkuchen"

Nach dem gemeinsamen Schmausen ging es außerdem kurz um ein weiteres wichtiges Thema für Menschen mit Morbus Bechterew: Bewegung. Wir lernten dank Astrid eine spezielle Form des Yogas kennen, die mit Hilfe von großen Tüchern ausgeführt wird, in denen man sich hängen lassen kann. Das weckte unser aller Interesse derart, dass wir im kommenden Jahr ein Aerial Yoga-Seminar veranstalten werden. Wir freuen uns für 2018 also auf: schaukeln, schweben, schwingen!
Kathleen Rahn

Wissenswertes:

-  Die Rezept-PDF sende ich interessierten DVMB-Mitgliedern gern zu.

-  Die Gruppe Leipzig führt 1x jährlich solch eine Kochveranstaltung durch und hält auch Bücher zur Ausleihe bereit. www.dvmb-sn.de/gruppen/leipzig/inhalt/veranstaltungen/

-  Immer wieder interessant: die Nahrungsmittel-Steckbriefe von Frau Dr. med. G. Lind-Albrecht in unserem Morbus-Bechterew-Journal, z. B.: www.bechterew.de/?id=6749

-  2 informative Hefte zum Thema Ernährung bei MB gibt es in unserer DVMB-Schriftenreihe (Nr. 14 u. 17): www.bechterew.de/inhalt/service-und-literaturangebote/literatur-angebote/

-  Die Ernährung bei Morbus Bechterew war im Februar 2018 schon zum 2. Mal bei den Ernährungs-Docs im NDR Thema, siehe deren Mediathek.

 

Leonore Huber

 

Für den zweiten Programmteil fanden sich trotz des typischen Novemberwetters – trüb und nasskalt – doch noch 7 Frauen zusammen. Sehr gut gestärkt machten wir uns dank zweier Autofahrerinnen mit dem PKW auf in die Leipziger Innenstadt.

Start des Mini-Stadtrundgangs war der Augustusplatz mit dem Gewandhaus, dem City-Hochhaus, dem Neuen Augusteum, dem Paulinum und der Oper. Weiter ging es über die Grimmaische Straße in die Mädler Passage zum Eingang des Auerbachs Keller, zum schön geschmückten Weihnachtsbaum am Übergang zur Petersstraße und zum Glockenspiel aus Meissener Porzellan.

Anschließend noch ein kurzer Abstecher zur Thomaskirche und dann nichts wie ab zur Einkehr im „Zum Arabischen Coffe Baum“ - Kultur und Genuss auf vier Etagen. Es ist eines der ältesten kontinuierlich betriebenen Café-Restaurants Europas. Hier hatten berühmte Dichter, Komponisten und Universitätsgelehrte ihren eigenen Stammtisch, an dem sie philosophierten, spielten, speisten und natürlich auch „ein wenig“ tranken. Bereits im Jahre 1556 findet man in den städtischen Ratsbüchern einen Hinweis auf das „Am Barfüßer Thor“ gelegene Haus. Nach mehrmaligen Um- und Erweiterungsbauten steht es bis zum heutigen Tag auf den Grundmauern aus dieser Zeit. Das Haus bietet, als Teil des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, im 3. Obergeschoss eine Ausstellung zur Geschichte des Kaffees in Leipzig und präsentiert Exponate aus 300 Jahren sächsischer Kaffeekulturgeschichte, z. B. Kaffeemühlen, Meißner Kaffeeporzellan, Kaffeetassen, Röstgeräte und Kaffeezubereitungsgefäße. Nach dem Besuch des Kaffeemuseums ließen wir uns besondere Kaffeevariationen und heiße Schokolade sowie Konditoreispezialitäten im Wiener Café schmecken. So langsam näherte sich das Ende eines Tages voller GENUSS dem Ende entgegen – schön war's, lecker war's, interessant und unterhaltsam war's.
Sylvia Jäger

Weitere Meinungen:
Das gemeinsame Kochen hat viel Spaß gemacht. Auch habe ich Verschiedenes gehört, was ich noch nicht kannte (Jaconwurzel z.B.). Der Austausch mit den zukünftigen Ernährungsberatern war für beide Seiten eine Bereicherung. Ja, ESSEN soll so oder so ein Genuss sein und bleiben.
Conny

Das Kochen in lockerer Runde hat mir viel Spaß gemacht und nebenbei wurde auch die eine oder andere Info ausgetauscht. Natürlich hat es auch super geschmeckt! Eine rheumagerechte Ernährung macht also Spaß! Im zweiten Teil spazierten wir bei Regenwetter entlang einiger Sehenswürdigkeiten von Leipzig und im „Zum Arabischen Coffee Baum“ haben wir uns abschließend mit Geschichte und Geschmack von Kaffee vertraut gemacht. Also ein rundum gelungener Samstag.
Astrid

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